Sonntag, 31. Januar 2010

Einunddreißig

In bunten Regalen boten sie dir eine neue Identität an.

© 365 Zeilen

Samstag, 30. Januar 2010

Dreißig

Schneeschrauben rosteten an namenlosen Rainen.

© 365 Zeilen

Freitag, 29. Januar 2010

Neunundzwanzig

Die tägliche Herausforderung: In sich selbst wohnen.

© 365 Zeilen

Donnerstag, 28. Januar 2010

Achtundzwanzig

Antrainierte Freundlichkeit ist wie ein blindes Siegel.

© 365 Zeilen

Mittwoch, 27. Januar 2010

Siebenundzwanzig

Verantwortung ist etwas ohne Zusatz, ohne Buchrücken, ohne Titel, ohne Worte, Verantwortung hat man oder nicht.

© 365 Zeilen

Dienstag, 26. Januar 2010

Sechsundzwanzig

Die Nacht hüllt dich mit ihrem dunklen Gefieder ein.

© 365 Zeilen

Montag, 25. Januar 2010

Fünfundzwanzig

Wir können und dürfen nicht immer das Scheitern verhindern.

© 365 Zeilen

Sonntag, 24. Januar 2010

Vierundzwanzig

Bevor etwas Gutes endete, verfingen sich die Gedanken schon in der Zeit danach.

© 365 Zeilen

Samstag, 23. Januar 2010

Dreiundzwanzig

Schnee schaukelte am Ufer ins Verderben.

© 365 Zeilen

Freitag, 22. Januar 2010

Zweiundzwanzig

Selten konntest Du Dich Dir selbst zugestehen.

© 365 Zeilen

Donnerstag, 21. Januar 2010

Einundzwanzig

Es lohnt sich zu schweigen, wenn es nichts zu sagen gibt.

© 365 Zeilen

Mittwoch, 20. Januar 2010

Zwanzig

Wenn die Einsamkeit zu gross war, gab es immer noch die Kaufhäuser.

© 365 Zeilen

Dienstag, 19. Januar 2010

Neunzehn

In den Wartezimmern waren die Worte vergriffen.

© 365 Zeilen

Montag, 18. Januar 2010

Achtzehn

In den Fluren stapelte sich das kalte Licht der Vermutungen.

© 365 Zeilen

Sonntag, 17. Januar 2010

Siebzehn

Einmal schriebst du Worte aus einer gläsernen Stadt.

Für Annemarie

© 365 Zeilen

Samstag, 16. Januar 2010

Sechzehn

Immer nur sprachen sie von Schnee und vergaßen das lauernde Leben.

© 365 Zeilen

Freitag, 15. Januar 2010

Fünfzehn

Deine Augen leuchteten wie ein aufgerissener See.

© 365 Zeilen

Donnerstag, 14. Januar 2010

Vierzehn

Gegen das Vergessen helfen Nachrufe nicht.

© 365 Zeilen

Mittwoch, 13. Januar 2010

Dreizehn

Die Lüge schmeckte wie frisch geschnittenes Blut.

© 365 Zeilen

Dienstag, 12. Januar 2010

Zwölf

Im schwarzen Schneebeet säten sie nichts als Unverstand.

© 365 Zeilen

Montag, 11. Januar 2010

Elf

Zwischen zwei Strophen liegt eine Handbreit Sommer.

© 365 Zeilen

Sonntag, 10. Januar 2010

Zehn

Das heraus gefallene Wort in beiden Händen wie einen kleinen Vogel wärmen.

© 365 Zeilen

Samstag, 9. Januar 2010

Neun

Schritte treiben die Zeit wie ein hungriges Tier an den Supermarktkassen vorbei.

© 365 Zeilen

Freitag, 8. Januar 2010

Acht

Sie hielt die Enttäuschung wie eine feste Umarmung und ließ nicht los.

© 365 Zeilen

Donnerstag, 7. Januar 2010

Sieben

Halte das Feuer warm wenn ich nicht da bin stille die Sterne am räudigen Himmel.

© 365 Zeilen

Mittwoch, 6. Januar 2010

Sechs

Aus den Stufen wächst Schnee aus graubürstigem Himmel.

© 365 Zeilen

Dienstag, 5. Januar 2010

Fünf

In der Ferne stehen entlaubte Streichholzleiber.

© 365 Zeilen

Montag, 4. Januar 2010

Vier

An der Wand hängt festgehaltene Haut.

© 365 Zeilen

Sonntag, 3. Januar 2010

Drei

Jeder Tag ist eine Enthäutung des Sattseins.

© 365 Zeilen

Samstag, 2. Januar 2010

Zwei

Es muss Bahnhöfe geben für Atemzüge und Flughäfen für Schmetterlingsflüge.

© 365 Zeilen

Freitag, 1. Januar 2010

Eins

Im Schatten des störrischen Kirchturms verkauften sie erfolglos Glück.

© 365 Zeilen